Jahresprogramm 2012



04.01. Mitgliederversammlung und Wahl

Im Anschluss:
Regenwald in der EU - La Guyane française. Herpetologische Eindrücke und mehr aus den „europäischen“ Tropen

Regenwald in der Europäischen Union gibt es nicht? Gibt es doch! Der Referent besuchte im Februar/März 2010 gemeinsam mit einem österreichischen Freund Französisch-Guayana, ein im nordöstlichen Südamerika gelegenes Überseedépartement Frankreichs, um die dortige Schildkrötenfauna zu untersuchen. Leider wurden nur wenige Schildkröten gefunden, jedoch konnte ein erheblicher Teil der übrigen Herpetofauna im Bild festgehalten werden. Neben diversen Vertretern der heimischen Flora wurden von Ohrenkröten über Mopskopfleguane bis hin zu hübschen blauen Pfeilgiftfröschen verschiedene Vertreter der lokalen Reptilien- und Amphibienwelt entdeckt. Doch auch allerlei wirbelloses Getier, die lokale Fischfauna und auch Faultiere konnten beobachtet werden. Mit den Eindrücken des tropischen Regenwaldes und einigen Informationen zu Land und Leuten möchte der Referent ein wenig Reiselust für dieses relativ einfach zu bereisende und vor allem sichere südamerikanische Land wecken.

(Ronny Bakowskie, SG Leipzig)




18.01. Gesprächsabend




01.02. Mantodea im Terrarium – Faszinierendes aus dem Leben der Gottesanbeterinnen

Gottesanbeterinnen (Mantodea) stellen derzeit wohl eine der populärsten Insektenordnungen unter Terrarianern in unseren Breiten dar. Durch regelmäßige Neuimporte und engagierte Liebhaber dieser Raubinsekten werden heute auch als ehemals unhaltbar geltende Arten erfolgreich über Generationen hinweg nachgezogen. Die Referentin berichtet über ihre Erfahrungen mit der Haltung und Zucht von Gottesanbeterinnen und porträtiert einige ausgewählte Arten.

(Doreen Molch, SG Leipzig; Homepage: www.mantodeen.de)




15.02. Gesprächsabend




07.03. Ein Zauber der Natur – Venezuela

Venezuela – ist das nicht gefährlich? Viele verbinden mit diesem Land mittlerweile nur noch Kriminalität und Korruption. Dabei besitzt Venezuela im gesamten Amerika die meisten Nationalparks – und die Wunder der Natur sind beeindruckend! Im Süden ragen gigantische Tafelberge aus primärem Regenwald empor, an der Küste findet man eine der größten und artenreichsten Überschwemmungslandschaften, das Orinoco-Delta, und die karibischen Inseln laden zum Baden und Schnorcheln ein. Der Referent beweist am heutigen Abend, dass eine Reise nach Venezuela für Naturbegeisterte überaus lohnenswert ist und man abseits der Städte auf eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt trifft. Auf der Suche nach Geckos stolperte der Referent über allerhand Schildkröten, Leguane, Schlangen und Kaimane.

(Dennis Hluschli, SG Leipzig; Homepage: www.zwerggeckos.com)




21.03. Schildkrötenstammtisch & Gesprächsabend




04.04. So leben unsere Pfeilgiftfrösche - Oophaga pumilio in Panama

Der Referent berichtet über die Biologie eines der am besten erforschten und unter Terrarianern beliebtesten Dendrobatiden. Es werden verschiedene Varianten von Oophaga pumilio und deren vielfältige Lebensräume vorgestellt. Er berichtet auch über neueste Forschungsprojekte zur Systematik und Biologie der Art.

(Thomas Ostrowski, Hannover; Homepage: www.dendrobase.de)




18.04. Froschstammtisch & Gesprächsabend




02.05. Wieder einmal in Sri Lanka, Teil 1: Hochland und Südosten

Die Vielzahl an Fotos nach nunmehr sechs Reisen nach Sri Lanka hat es erforderlich gemacht, das umfassende Material auf zwei Vorträge aufzuteilen. Das ehemalige Ceylon ist eine viel zu interessante Insel, als dass man sich nur einseitig mit einem Thema beschäftigen könnte. So sollen neben der vielfältigen Fauna und Flora auch Land und Leute nicht zu kurz kommen.
Im ersten Teil führt der Weg über Kandy nach Nuwara Eliya. Auf dem Weg dorthin wollen wir uns im Elefantenwaisenhaus von Pinnawela umschauen. Danach besuchen wir den Botanischen Garten und einen nahe gelegenen Stadtpark in Kandy sowie Teeplantagen auf dem Weg ins Hochland. Nuwara Eliya ist Ausgangspunkt für einen Ausflug zu den Horton Plains, einer faszinierende Hochebene. Mit dem Zug geht es weiter nach Ella mit fantastischen Ausblicken auf das Bergland. Höhepunkte sind die Besuche in den Nationalparks Yala und Uda Walawe im trockenen Südosten. Der Schwerpunkt liegt hier neben den Säugetieren vor allem auf den zahlreichen Reptilien. Die Reise klingt in Tangalle aus, wo wir auch nach Fischen suchen wollen.

(Dr. Rainer Hoyer, Leipzig; Homepage: www.nymphaea-leipzig.de)




16.05. Gesprächsabend




06.06. Von Tana nach Diego - Unterwegs im Nordwesten Madagaskars

Madagaskar, viertgrößte Insel der Welt, ist ein biologischer Hotspot. Die Vielzahl an endemischer Flora und Fauna ist beeindruckend. Die Tour führt über die Trockenwälder des Westens zu den bizarren Felsformationen der Tsingy d’Ankarana und endet im Bergnebelwald des Montagne d’Ambre. Ebenso abwechslungsreich wie die Habitate sind auch deren Bewohner. Viele verschiedene Tiere und Nachtgeister werden uns auf der Reise begegnen.

(Arne Hartig, Göttingen; Homepage: www.madamaniac.com)




20.06. Schildkrötenstammtisch & Gesprächsabend




05.09. Häufig vorgestellte Patienten und Erkrankungen in der Reptilienpraxis

Auch noch nach neuen und teils erstaunlichen Erkenntnissen biologischer und tiermedizinischer Wissenschaften sowie vieler ernstzunehmender Halter und Züchter weltweit, sind es Erkrankungen durch insuffiziente Haltung und Ernährung, die den Hauptteil (> 80 %) der Krankheiten bei Reptilien und Amphibien ausmachen.
Aus diesem Grund werden heute typische Krankheitsbilder und häufige Patienten aus der Reptilienpraxis vorgestellt. Möglichen präventiven Maßnahmen für das Wohlergehen der Reptilien innerhalb artgerechter Haltung werden erläutert und können diskutiert werden. Modernste Terrarientechnik ist demnach ebenso unabdingbar wie erprobtes und entwickeltes Wissen aus Haltung, Züchtung und Tiermedizin, um dem Ziel „gesunder Langlebigkeit“ der gepflegten Tieren Rechnung zu tragen.

(Dr. Steffen Böttcher, Tierarztpraxis Dr. Gorzny, Markranstädt; Homepage: www.meintierarzt.net)




19.09. Schildkrötenstammtisch & Gesprächsabend




10.10. Phelsumen - Haltung und Nachzucht im Terrarium

Die Taggeckos der Gattung Phelsuma gehören aufgrund ihrer oft leuchtenden Farben seit vielen Jahren zu den beliebstesten Pfleglingen im Terrarium. Neben bekannten Vertretern, wie dem Großen Taggecko Phelsuma grandis oder dem Goldstaub-Taggecko Phelsuma laticauda findet man in dieser Gattung auch Arten, die eher als Raritäten anzusehen sind, wie Phelsuma malamakibo oder Phelsuma antanosy. Der Referent beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit diesen Taggeckos und konnte in dieser Zeit zahlreiche Arten im Terrarium pflegen und vermehren. Der Vortrag stellt bekannte und weniger bekannte Arten vor und gibt Hinweise für ihre erfolgreiche Pflege im Terrarium.

(Peter Krause, Hohenstein-Ernstthal/SG Chemnitz; Homepage: www.laticauda.de)




24.10. Froschstammtisch & Gesprächsabend




07.11. Gecko-Abend

Leopardgeckos. Mein Einstieg in die Haltung und Vermehrung von Reptilien

Wie so viele andere Terrarianer auch, bin ich trotz „vererbter Vorbelastung“ erst über meine Freude an Leopardgeckos zur Reptilienhaltung gekommen. Als sogenannter „Anfängergecko“ gilt der Leopardgecko als ideales Tier, um sich an die erfolgreiche Haltung und Vermehrung von Reptilien heranzuwagen. Diese These wird im Vortrag im Großen und Ganzen bestätigt, wobei dennoch vermeidbare Fehler bei der Haltung angesprochen werden. In chronologischer Reihenfolge geht es vom Bau des ersten (sehr kostengünstigen) Terrariums über die ersten eigenen Tiere bis hin zur erfolgreichen Vermehrung im mittlerweile neunten Jahr. Mit ihrem individuellen Charakter sind Leopardgeckos „tierische“ Persönlichkeiten, die sich stark an ihren Pfleger binden können, ihn dadurch in ihren Bann ziehen und – wie in meinem Fall – auch nicht mehr loslassen.

(Ronny Bakowskie, SG Leipzig)

Haltung und Zucht von Eurydactylodes agricolae

Im Vortrag wird eine zu Unrecht weniger beachtete Geckoart aus Neukaledonien vorgestellt. Bauers Chamäleongecko legt ein erstaunliches Verhalten an den Tag und ist auf den ersten Blick ein einfach zu haltender Pflegling. Doch es müssen mehrere Faktoren beachtet werden, um die Tiere erfolgreich zu halten und zu vermehren. Daher möchte der Referent einen Einblick in seine Haltung geben und eigene Erfahrungen zur Zucht vermitteln.

(Christian Bartsch, SG Leipzig)

Haltung und Nachzucht des Höckerkopfgeckos (Rhacodactylus auriculatus)

Die Gattung Rhacodactylus erfreut sich stetig steigender Beliebtheit. Der Referent möchte deshalb auf die Haltung und Zucht des Höckerkopfgeckos (Rhacodactylus auriculatus) eingehen. Diese Art besticht nicht nur allein durch ihre Variabilität in Farbe und Zeichnung, sondern ist auch ein dankbarer und einfacher Pflegling, der sich gut vermehren lässt.

(Oliver Honschek, SG Leipzig)




21.11. Gesprächsabend




05.12. Kleinbleibende Schildkröten für das Aquaterrarium

Einsteiger in die Wasserschildkrötenhaltung erwerben ihre ersten Pfleglinge häufig in einem Zoofachgeschäft. Dort stehen in der Regel einige wenige Schildkrötenarten zur Auswahl, meist Schmuck- und Höckerschildkröten. Dabei handelt es sich ausnahmslos um attraktive Pfleglinge, deren Haltung viel Freude bereiten kann. Sie haben nur einen Nachteil: Sie werden mit Rückenpanzerlängen von über 20, bisweilen gar 30 cm recht groß. Dementsprechend hoch ist der Pflegeaufwand. Dabei gibt es eine Reihe hochinteressanter kleiner Wasserschildkrötenarten, die mit maximal 15 cm Rückenpanzerlänge weniger Platz und Aufwand voraussetzen. So werden im Vortrag einige empfehlens- und liebenswerte Wasserschildkrötenarten porträtiert und Empfehlungen für deren Haltung gegeben.

(Andreas S. Hennig, SG Leipzig: Homepage: www.chrysemys.de)